Trend
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Wer den EURUSD Wechselkurs seit 2001verfolgt, weiß, wie mächtig ein Trend sein kann. Nicht nur im Forex, sondern auch auf anderen Märkten wie Öl, Kaffee, bei Aktien und bei Anleihen spielen Trends eine zentrale Rolle.
Ein Markt befindet sich immer in einer der drei folgenden Phasen: In einem Aufwärtstrend, in einem Abwärtstrend oder in einem Seitwärtstrend. Einen Trend zu erkennen ist einfach, es wird aber von vielen Tradern verkompliziert. Die Definition eines Aufwärtstrends lautet: Higher Highs und Higher Lows. Beim Abwärtstrend sind es Lower Highs und Lower Lows. Es ist offensichtlich, wenn ein Trend vorhanden ist. Wenn man aber keinen Trend erkennen kann, ist es wahrscheinlich, dass es keinen gibt und der Markt eher in einer Seitwärtsbewegung ist.
Auf dem USDCAD Wochenchart sehen wir einen Abwärtstrend, der bis zum September/Oktober 2008 angehalten hat. Er begann Anfang des Jahres 2003 und hielt damit fast 6 Jahre an. Der US Dollar ist in diesen Jahren von über 1,60 CAD auf 90 CAD Cent gefallen. Das sind über 43 Prozent. Mit dem Wissen, dass Trends auf Wochencharts sehr stark sind und dass man den USDCAD in dieser Zeit nur short getradet hätte, wäre man vielen Tradern voraus gewesen und hätte enorme Gewinne erzielen können. Die von mir rot eingezeichneten Linien sind Widerstands- und Unterstützungslinien. Die Tatsache, dass der Markt sie auf dem Weg nach unten immer respektiert hat und nicht nach oben durchbrochen hat, war ein Zeichen für den starken Trend. Die Linien hätten auch dafür benutzt werden können, um in den Trend einzusteigen. Aggressive Trader hätten an diesen Linien eine Sell Limit Order setzen können, also eine Verkaufsorder, die ausgelöst wird, sobald der Preis die Linie berührt, nachdem er sie schon einmal durchbrochen hat. Durch die Kraft des Trends hat der Preis die Linien für lange Zeit nicht nach oben durchbrochen und es wären enorme Profite möglich gewesen.
Ich rate vor allem neuen Tradern, mit dem Trend zu gehen. Ein englisches Sprichwort lautet: The trend is your friend. Mit Trends ist es wie beim Surfen. Man muss einfach eine Welle erwischen und kann von dieser sehr weit getragen zu werden. Und das ist doch viel einfacher als gegen die Welle anzukämpfen.
Erschienen unter ForexBlog
