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Mrz-27-2009

Stochastics

   

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Der Stochastics Oscillator wurde in den 50er Jahren von George Lane erfunden und zählst noch heute zu den am weitesten verbreiteten und beliebtesten Indikatoren von Forex Tradern. Er vergleicht den Schlusskurs eines Basiswertes, in unserem Falle eines Währungspaares mit seiner Preisspanne über einen bestimmten Zeitraum.

%K = Schlusskurs Tief (der letzten n Tage) / Hoch (der letzten n Tage) Tief (der letzten n Tage)
%D = n-periodischer gleitender Durchschnitt von %K

Die Formel hört sich vielleicht kompliziert an, ist aber sehr einfach nachzuvollziehen. Wie sie sehen, besteht der Stochastics Oscillator aus zwei Komponenten. Einer sogenannten %K Linie und ihrem moving average, dessen Periode man festlegen kann und die standardmäßig bei 3 liegt. Letzteres wird auch %D genannt. Beide Werte fluktuieren zwischen 0 und 100 und der Wert von %K liegt standardmäßig bei 14, kann aber auch verändert werden.



Wenn der aktuelle Schlusskurs das Tief für die letzten n Perioden darstellt, liegt der Wert von %K bei 0. Wenn der Wert den höchsten Kurs in der letzten Zeit darstellt, liegt %K bei 100.

Es ist wichtig zu verstehen, dass alle Informationen, die der Indikator liefert, bloß aus der Entwicklung des Preises stammen. Steigt der Preis, steigt auch der Wert des Stochastics Oscillators. Fällt der Preis, fällt der Indikator.

Wie kann ein Forex Trader den Stochastics Oscillator nun benutzen?
Grundsätzlich gibt es wieder viele Trading Strategien, die bekanntesten sind aber Crossovers und durch bestimmte Indikatorwerte induzierte Kauf- oder Verkaufssignale.

Crossovers sind Punkte, an denen sich zwei Linien überschneiden. Für diesen Indikator ist das der Fall, wenn die %K Linie die %D Linie schneidet. Ein Kaufsignal entsteht, wenn die %D Linie von unten geschnitten wird, ein Verkaufssignal entsteht, wenn die %D Linie von oben geschnitten wird. Wie man auf dem Chart sehen kann, kann dies durchaus zu brauchbaren Signalen führen. Die mit den rot markierten Pfeilen markierten Crossovers hätten jeweils große Profitmöglichkeiten gebracht. Allerdings sieht man gleichzeitig auch, dass es sehr oft zu diesen Überschneidungen kommt und dass es irgendwie notwendig ist, schlechte Trades herauszufiltern.

Hier könnte die zweite Verwendungsmöglichkeit des Oscillators helfen. Bei einem Niveau des Indikators unter dem Wert 20 gilt der Markt als überverkauft, bei einem Wert über 80 als überkauft. Allerdings ist davon abzuraten, sofort zu verkaufen, wenn der Indikator das Niveau von 80 berührt. George Lane selbst empfahl zu warten bis der Preis ein wenig gefallen ist und der Indikator wieder unter 80 liegt, bis man verkauft. Dies habe ich auf dem Chart mit dem dritten roten Pfeil markiert. Wenn wir verkauft hätten, sobald der Preis über 80 gesprungen ist, hätten wir Verluste gemacht und wären ausgestoppt worden, wenn wir nicht einen sehr großen Stop Loss benutzt hätten. Hätten wir wie von George Lane empfohlen gewartet, bis der Indikator wieder unter 80 lag, hätten wir am folgenden Abwärtstrend teilnehmen können.

Alles in allem ist der Stochastics Oscillator ein sehr sinnvoller Indikator, um überkaufte und überverkaufte Zonen auszumachen und den Beginn von Trends zu erkennen. Allerdings hat auch er seine Grenzen und man sollte besonders in starken Trends aufpassen, da hier die Werte oft über die Schwellen 20 und 80 springen, ohne dass es zu einer Korrektur kommt.

Erschienen unter ForexBlog

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