MACD
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MACD steht für Moving Average Convergence Divergence, was im Deutschen mit Indikator für das Zusammenlaufen/Auseinanderlaufen des gleitenden Durchschnitts übersetzt werden kann. Beim MACD, der in den 60er Jahren von Gerald Appel erfunden wurde, handelt es sich um einen bei Forex Tradern sehr beliebten technischen Indikator, der meistens unterhalb des Preischarts angezeigt wird. Wie man auf der angehängten Graphik sehen kann, besteht der Indikator aus zwei Linien und einem Histogramm. Die MACD Linie berechnet sich standardmäßig, indem der EMA [12] vom EMA [26] (siehe Exponential Moving Averages) subtrahiert wird. Die MACD Signallinie ist der EMA[9] der MACD Linie. Um das Histogramm zu erhalten, muss man die Signallinie von der MACD Linie abziehen.

In der Graphik kann man auch sehen, dass der MACD über 0 steigt, wenn der 12 EMA den 26 EMA schneidet. Dann ist die Differenz nämlich größer Null.
Beim MACD handelt es sich um einen trend following indicator, er funktioniert also am besten in Trends. In Seitwärtstrends gibt der MACD leider zu viele falsche Signale heraus. Es gibt unzählige Möglichkeiten, den MACD zum Handeln zu verwenden, die meisten Forex Trader benutzen ihn aber für folgende Informationen.
Durchkreuzt der MACD (blau) seine Signallinie (rot) von unten nach oben entsteht ein Kaufsignal. Das Durchqueren von oben nach unten ist als Verkaufssignal zu interpretieren.
Je weiter sich der MACD von seiner Mittellinie entfernt, desto stärker ist der Trend. Hier muss man jedoch aufpassen, denn wenn der Abstand zu groß ist, kann der Markt überkauft oder überverkauft sein und es kann ein Trendwechsel bevorstehen.
Der Abstand des MACD von seiner Signallinie ist ein Indikator für die Stärke des Trends. Je weiter der MACD sich von der Linie entfernt, desto stärker ist der Trend, da der kurzfristige EMA (standardisiert 12) schneller steigt als der langfristige EMA (26).
Ich will noch anmerken, dass man den MACD nicht bloß für Forex Paare verwenden kann, sondern dass man ihn genauso für Aktien und alle anderen Werte berechnen kann, für die man Charts zeichnen kann.
Erschienen unter ForexBlog