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Mrz-15-2009

Bollinger Bands

   

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Bollinger Bands

Bei den Bollinger Bands handelt es sich um einen Indikator, der in den 1980ern von John Bollinger entwickelt wurde, um eine relatives Verhältnis von hohen und niedrigen Preisen zu erhalten und Einblicke in die Marktvolatilität zu bekommen.

Trading Bands, also Bändern die sich auf welche Weise auch immer mit dem Preis bewegten und diesen meistens irgendwie einzäunten, gab es schon davor.

Die Bollinger Bänder bestehen aus 3 Linien.

Das mittlere Band stellt einen simple moving average dar, einen einfachen gleitenden Durchschnitt. Der Standardwert bei den Bollinger Bands liegt bei 20.

Das obere Band errechnet sich, indem man die Standardabweichung des gleitenden Durchschnitts über n Perioden mit einem Faktor k multipliziert. Der Faktor k liegt standardmäßig auf 2. Für das obere Bollinger Band addiert man also 2 mal die Standardabweichung.

Das untere Bollinger Band berechnet sich umgekehrt. Hier wird die Standardabweichung vom gleitenden Durchschnitt abgezogen. Über die Berechnung müssen sie sich aber keine Sorgen machen, da so gut wie jede Charting Plattform Bollinger Bands beinhaltet.

Um sich eine Vorstellung davon zu machen habe ich die Bollinger Bands mal auf dem Chart geplottet. Es handelt sich um einen Tageschart des EURUSD. Es wird deutlich, dass sich die Bänder mit dem Trend bewegen, was klar ist, da sie dem Moving Average folgen.

Wie kann ein Forex Trader Bollinger Bands zum Handeln nutzen?

Wie bei allen Indikatoren gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten, die Bollinger Bänder zu benutzen. Eine der beliebtesten Methoden ist jedoch, zu verkaufen, sobald der Preis das obere Band berührt und zu kaufen, wenn der Preis das untere Band berührt. Der Stop Loss wird über das obere oder untere Bollinger Band gesetzt und als Take Profit dient in den meisten Fällen das mittlere Band. Werfen sie einen Blick auf den Chart. Wie sie sehen können, wären Verkäufe, sobald der Preis das obere Band berührt, nicht besonders erfolgreich. Einige Ausnahmen habe ich mit Pfeilen gekennzeichnet. Einfacher wäre es, zu kaufen wenn der Preis das untere Band berührt. Damit handeln wir auch nicht gegen den Aufwärtstrend, sondern nutzen ihn aus. Wenn man beim letzten roten Pfeil gekauft hätte, wäre man im kompletten darauf folgenden Aufwärtstrend dabei gewesen.

Eine weitere Eigenschaft der Bollinger Bands ist, bei steigender Volatilität auseinander zu gehen und bei geringer Volatilität zu konvergieren. Befindet sich der Preis längere Zeit in einem solchen Channel, ist ein starker Ausbruch ziemlich wahrscheinlich. Diese Eigenschaft kann für Breakout-Trades benutzt werden.

Zum Schluss möchte ich davon abraten, bei Berührungen der Bänder sofort zu kaufen oder zu verkaufen. Dies kann funktionieren, allerdings ist es besser wenn man die Bollinger Bands mit anderen Indikatoren kombiniert um so mit einer höheren Wahrscheinlichkeit gute Trades zu finden.

Erschienen unter ForexBlog

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