Liquidität
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Forex wird oft als einer der für Anleger liquidesten Märkte angepriesen. Im Forex Markt werden jeden Tag mehr als 3 Billionen Dollar umgesetzt. Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands pro Jahr. Liquidität heißt, dass man eine Position zu jedem Zeitpunkt in dem der Markt auf dem man handelt öffnen kann und schließen kann. Wenn viele Händler am Markt sind, gibt es immer jemanden, der die andere Seite der Position handelt und somit kommt es zu fairen Preisen. Wenn wenige Händler am Markt sind, hat das ein Liquiditätsrisiko zur Folge. Dies führt dazu, dass die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs (Bid-Ask Spread
) größer wird, wodurch das Handeln teurer wird. Dies ist auch auf dem Forex Markt zu beobachten, gerade wenn man nachts handelt oder bevor wichtige Nachrichten herauskommen, die vorher angekündigt wurden.

Fixe und variable Spreads sind auch einer der großen Unterscheidungskriterien bei Forex Brokern. Fixe Spreads heißen, dass man zu jeder Zeit die gleichen Transaktionskosten oder Spreads zahlt. Bei dieser Art von Brokern kann es aber dazu kommen, dass man vor News Reports gar nicht handeln kann. Variable Spreads bedeuten, dass sich die Spanne zwischen Geld und Briefkurs zu illiquiden Zeiten erhöht. Dadurch werden Trades teurer, was gerade auf kleineren Zeitfenstern (Timeframes) eine enorme Rolle spielt.
Wie man auf dem Chart sehen kann, macht sich eine geringe Liquidität auch visuell bemerkbar. Es handelt sich um den 1-Minuten Chart des NZDJPY. Die vertikale Linie stellt den Punkt dar, an dem der Markt am Sonntagabend geöffnet hat. Die Balken, die danach entstanden sind, lassen auf ein geringes Volumen und folglich auf wenige Trader schließen. Einige Balken sind nur ein Punkt, d.h. in dieser Minute hat sich der Preis gar nicht bewegt. In diesen Zeiten kommt es auch oft dazu, dass der nächste Balken an einem anderen Punkt öffnet als der vorherige geschlossen hat. Dadurch wird eine Lücke erzeugt, wie man an den Bars vor dem roten Pfeil sehen kann.
Abschließend ist zu sagen, dass gerade Trades auf kleinen Timeframes in illiquiden Zeiten sehr schwierig sind, da die Transaktionskosten proportional sehr hoch sind. Forex bleibt allerdings immer noch der liquideste Markt der Welt und ist besonders für Short Term Trader sehr attraktiv.
Erschienen unter ForexBlog