Dez-28-2008

Fundamental Analyse

   

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Die Fundamentalanalyse setzt vor allem makroökonomische Indikatoren und politische Entwicklungen eines Währungsraumes in Beziehung zueinander. Dadurch sollen die Entwicklungen der Wechselkurse auf dem Forex Markt erklärt werden und mögliche zukünftige Entwicklungen vorhersagbar gemacht werden. Die Fundamentalanalyse betreibt im gewissen Sinne eine Ursachenforschung, warum es zu Kursänderungen an den Märkten kommt.

Die Zinsentwicklung eines Währungsraumes hat besondere Auswirkungen auf den Devisenmarkt. Sind die Zinsen im Ausland höher als im eigenen Land, dann werden die Investoren ihr Geld eher im Ausland anlegen als im Inland, da dort mehr Rendite zu erwarten sind. Damit lösen die Investoren eine Nachfrage der ausländischen Währung aus, was zu steigenden Wechselkursen für diese Währung führt. Sind die Zinsen im Inland niedriger als im Ausland, investieren die Anleger ihr Geld lieber wieder im Inland. Für den Devisenhandel bedeutet das eine Aufwertung der heimischen Währung, da nun vermehrt nach der inländischen Währung nachgefragt wird.

Wirtschaftsdaten wie beispielsweise die Außenhandelsbilanz, Inflation oder die Kaufkraftparität haben ebenfalls einen enormen Einfluss auf die Devisenkurse. Bei der Außenhandelsbilanz werden die Daten für den Import und dem Export gegenübergestellt. Sind die Importe höher ausgefallen als die Exporte, wurde eine höhere Nachfrage nach ausländischer Währung generiert. Ein negatives Außenhandelsdefizit hat also negative Auswirkung auf die heimische Währung, da ausländische Devisen mehr nachgefragt wurden als die heimische Währung. Dadurch wird die heimische Währung belastet und zieht eine Abwertung nach sich. Umgekehrt verhält es sich bei einer positiven Außenhandelsbilanz.

Steigt im Inland die Inflationrate stärker als im Ausland, so stehen die heimischen Produzenten vor einem Preisnachteil gegenüber ausländischen Produzenten. In der Folge werden mehr Waren und Güter aus dem Ausland importiert, da es dort preiswerter ist. Doch eine erhöhte Importrate führt zu einer steigenden Nachfrage ausländischer Devisen, die zu einer rückgehenden Nachfrage nach der heimischen Währung führt. Die Devisenkurse reagieren mit einer Abwertung der heimischen Währung. Ist dagegen die Inflationsrate im eigenen Land geringer als im Ausland, wird die Exporttätigkeit der eigenen Wirtschaft zunehmen und die eigene Währung im Ausland mehr nachgefragt werden. Dies führt zur Aufwertung der eigenen Währung.

Von der Kaufkraftparität spricht man immer dann, wenn man beim derzeitigen Wechselkurs und einer fixen Geldmenge in einem Land die gleiche Menge an Gütern erwerben kann, wie im Inland. Bekommt man aber beispielsweise im Ausland mehr Waren für sein Geld als im Inland, steigt die Nachfrage nach der ausländischen Währung. Sobald die Nachfrage steigt, wird auch der Wechselkurs der ausländischen Währung steigen, im schlechtesten Fall zu Ungunsten der heimischen Währung.

Erschienen unter ForexBlog

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