Mrz-2-2009

Intraday Trading

   

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Intraday Trading

Bei Intraday Trading oder Daytrading handelt es sich um das Kaufen oder Verkaufen eines Instrumentes innerhalb eines Trages.

Im Gegensatz zu klassischen Value oder Growth basierten Ansätzen beim Aktienkauf, interessieren sich Intraday Trader meist nicht für die langfristige Entwicklung ihres unterliegenden Wertes (Underlying), sondern versuchen mit relativ kleinen Kursbewegungen große Gewinne zu machen. Es gibt keine allgemeingültige Definition, was Daytrading ist, aber im Grunde schließen Daytrader ihre Positionen bevor der Handelstag zu Ende ist. Da dies bei Forex nicht gegeben ist, würde ich Daytrading einfach auf das Handeln auf kurzen Timeframes definieren, mit dem Ziel die Position so schnell wie möglich wieder zu schließen.

Viele sehen Daytrading als die Königsdisziplin aller Handelsarten an. Dadurch, dass durch die kleinen Stops meist enorme Positionen bewegt werden, bedeutet ein Punkt für Trader bei Banken oder Hedgefonds meist Summen von zigtausenden Euros. Daytrading ist im Grunde auch nur mit Hebel möglich, da sonst die Gewinne bei kleinen Preisschwankungen zu gering sind. Dadurch, dass Forex Trader ihren Hebel aber variabel wählen können, sind ihre Gewinne (leider aber auch die Verluste) in ihrer Höhe selbst bei kleinen Schwankungen nur durch die Margin View definition in a new window begrenzt. Eine Kursschwankung von 10 Pips View definition in a new window kann somit schon einen enormen Gewinn bringen.

Wer gerade im Daytrading bestehen will, muss auf sein Money Management und seine Psyche achten. Wer pro Trade zu viel riskiert, hat schnell so viel Geld verloren, dass es schwierig wird, sich von den Verlusten zu erholen. Im Gegensatz zu der populären Meinung riskieren professionelle Daytrader nur sehr wenig pro Trade, manche sogar weniger als 1 Prozent ihres Gesamtkapitals. Das Wichtigste ist nämlich im Spiel zu bleiben und zu viel Risiko kann schnell den ganzen Account kosten.

Eine enorme Rolle im Daytrading spielt die Psyche. Durch die großen Summen werden die meisten Trader emotional, was sich negativ auf deren Handeln auswirkt. Eine Verlustreihe kann zum Beispiel dazu führen, dass gute Trades nicht genommen werden, weil der Trader Angst hat, noch einen weiteren Verlust einzufahren. Hat ein Händler mehrere erfolgreiche Trades hinter sich gebracht, besteht die Gefahr, dass er unvorsichtig wird und schlechtere Trades ausführt, weil er sich sicher fühlt. Auch das führt schnell dazu, dass die erzielten Gewinne von kurzer Dauer sind. Ein Daytrader muss also sowohl eine Strategie haben, mit der er auf kurzen Timeframes handeln kann und gleichzeitig ein funktionierendes Money Mangement und eine starke Psyche besitzen.

Forex ist der perfekte Markt für Daytrader, da die großen Währungen eine enorme Liquidität aufweisen, sodass man sogar auf dem Tick Chart handeln kann. Ein Blick auf den angehängten Chart zeigt, dass man optisch keinen Unterschied zwischen dem 1-Minuten Chart und einem Forex Wochenchart erkennen kann.

Andere bei Daytradern beliebte Märkte sind Rohstoffe (Gold, Öl, Silber ), Aktien, Anleihen und Indices. Zum Schluss will ich neuen Tradern noch raten, NICHT mit Daytrading anzufangen, sondern das Handeln erstmal auf den längeren Timeframes zu lernen.

Erschienen unter ForexBlog

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