Mrz-15-2009

US Dollar

   

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Der US Dollar ist die Welthauptwährung und das wichtigste Maß um den Wert anderer Währungen im Forex zu messen. Alle Währungen sind generell in US Dollar ausgewiesen. Entsprechend dem Bretton Woods Abkommen wurde der US Dollar nach dem 2. Weltkrieg die internationale Leitwährung.
Ursprünglich kommt der Begriff der Dollar aus Europa und ist mit dem Deutschen Thaler oder tolar verwandt.

Der Dollar ist auf dem Devisenmarkt für ca. 50 Prozent des Volumens verantwortlich. Außerdem sind die meisten Rohstoffe und Metalle in Dollar nominiert, wie zum Beispiel Gold, Silber und Öl, weshalb es bei diesen Anlageobjekten auch starke Korrelationen mit dem Dollar gibt.

Der US Dollar ist außerhalb der USA noch Zahlungsmittel auf den Britischen Jungferninseln, Ecuador, El Salvador, den Marshallinseln, Mikronesien, Osttimor, Palau, Panama und den Turks- und Caicosinseln. Der Preis des Dollar wird durch diese Länder allerdings kaum beeinflusst, da ihre Wirtschaften im Vergleich zu den USA nur sehr klein sind.

Wie sie auf dem angehängten Graphen sehen können, hat der Dollar eine wilde Geschichte hinter sich. Auf der Y-Achse sehen sie die Kaufkraft eines Dollars aus dem Jahre 1776. Während dieser Dollar sogar 100 Jahre später, um 1900, mehr Kaufkraft besaß als bei der Gründung der Vereinigten Staaten, nahm die Kaufkraft ab diesem Zeitpunkt kontinuierlich ab. Heute ist ein Dollar aus dem Jahre 1776 nur noch wenige Cents wert. Gleichzeitig spricht dies aber für die rasante wirtschaftliche Entwicklung der USA in den letzten hundert Jahren. Die USA sind wie keine andere Nation vom Nobody zur wirtschaftlich stärksten Nation der Welt avanciert.

Abgesehen von seinem Status als Weltleitwährung ist der US Dollar auch die wichtigste Reservewährung der Welt. Der Anteil der amerikanischen Währung an allen globalen Währungsreserven beträgt zurzeit 63,9 Prozent, während es der Euro nur auf 25 Prozent schafft. Im Jahre 1999 lag der Anteil des Dollar an allen Reservewährungen sogar bei über 70 Prozent. Laut Allan Greenspan ist der Fall des Dollar in den letzten Jahren auf den niedrigeren Anteil als Weltreservewährung zurückzuführen.

Der Preis des US Dollar ist von vielen Faktoren abhängig. In erster Linie spielt die wirtschaftliche Lage in den USA eine Rolle. Vor allem die Arbeitslosigkeit (non farm payrolls), der Konsumpreisindex (CPI), das Bruttoinlandsprodukt und die Leitzinsen sind für die Stärke der Währung maßgeblich. Allerdings muss man hier aufpassen. Die momentane Lage in den USA kann man wohl kaum als gut bezeichnen. Trotzdem lassen die niedrigen Leitzinsen und die teilweise noch schlechteren Bedingungen in anderen Ländern den Dollar zurzeit erstarken.

Dadurch, dass der Dollar die liquideste Währung der Welt ist, kann man ihn gegen die anderen Majors fast rund um die Uhr handeln. Allerdings wird selbst beim Dollar deutlich, dass das Volumen in der Asian Session (Nacht in Europa) geringer ist als in der European und American Session.

Den historischen Tiefststand erreichte der Dollar am 15. Juli 2008 mit einem Kurs von 1,6037 Dollar, die man für einen Euro bekam. Der Höchststand des US-Dollars wurde am 26. Oktober 2000 mit 0,8252 Dollar verbucht. Seit dem 15. Juli ist der Dollar wieder in einem Aufwärtstrend und ist bis jetzt vor allem gegen das Pfund und den Euro enorm gestiegen.

Erschienen unter ForexBlog

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