Mrz-15-2009

Schweizer Franke

   

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Schweizer Franke

Der Schweizer Franke ist die einzige Währung eines Europäischen Staats, die weder der Europäischen Währungsunion noch den G7 Staaten angehört. Obgleich die Schweizer Wirtschaft recht klein ist, ist der Schweizer Franke eine der Hauptwährungen weltweit und reflektiert damit die Stärke der Schweizer Wirtschaft und Finanzwelt. Die Schweiz hat eine enge Wirtschaftbeziehung zu Deutschland und damit zur Eurozone. Daher wird der Franke im Fall von politischer Unsicherheit im Osten dem Euro vorgezogen. Außerhalb der Schweiz ist der CHF noch Zahlungsmittel in Liechtenstein und Campione d Italia.

Die Währung unseres Nachbarlands wird von vielen als sicherer Hafen betrachtet. In keinem Land in der Welt liegt soviel ausländisches Kapital wie in der Schweiz, weshalb die Währung trotz der nicht übergroßen Wirtschaftsstäke so beliebt ist.

Auf Grund seiner niedrigen Leitzinsen wurde der Schweizer Franke lange Zeit als Alternative zum Paar GBPJPY für den Carry Trade benutzt. GBPCHF und GBPJPY bewegen sich immer noch mit einer hohen Korrelation.

Der Schweizer Franke ist die fünftwichtigste Währung der Welt, spielt bei Währungsreserven allerdings eine untergeordnete Rolle. Bloß 0,2 Prozent aller Währungsreserven werden in Schweizer Franken gehalten.

Auf dem angehängten Chart sehen sie die Entwicklung des USDCHF über die letzten 30 Jahre. Nachdem der Kurs des Dollars bis zum Zusammenbruch des Bretton-Wood Systems bei 4.375 Schweizer Franken lag, ist der Dollar erstmal unaufhaltsam auf 1,5 CHF abgestürzt. Hier ist wieder sichtbar wie unflexibel und unrealistisch das Bretton-Wood System war, indem es künstlich die Wechselkurse fix gehalten hat.

Nachdem der Abwärtstrend Ende der 70er dann ein Ende gefunden hat, ist der Dollar wieder bis 1985 auf 2,9145 gestiegen, hat seinen Wert also fast verdoppelt. Bis heute war dies allerdings der höchste Punkt, den das Paar seit 30 Jahren erzielt hat. Was danach passierte, sieht man am besten selbst. Bis 1988 ist der Dollar jeden Monat gefallen, ohne dass es auch nur den Hauch einer Korrektur gab.
Ich habe den Monatschart übrigens nur gewählt, damit man alle Informationen auf einen Blick bekommt. Wer sehen will, was genau passiert ist, sollte die Wochen- oder Tagescharts betrachten. Im Vergleich zu diesem starken aber kurzen Abwärtstrend befinden wir uns seit 20 Jahren in einer Seitwärtsbewegung. Lassen sie sich aber vom Monatschart nicht täuschen. Nachdem 2001 ein 15 Jahreshoch von 1,8309 erreicht wurde, fiel der Dollar weiter bis zum historischen Allzeittief von 0,9634. Am 14. März 2008 erreichte der Dollar die historische Parität zum Franken.

Dies war für viele ein unvorstellbares Verhältnis und hatte auch für die Schweizer Wirtschaft viele Nachteile, allen voran die Verteuerung der Exporte. Seitdem sind wir zwar schon mehr als 2000 Pips View definition in a new window gestiegen, auf Monats- und Wochencharts kann man aber noch nicht wirklich von einem Aufwärtstrend sprechen.

Der Schweizer Franke wird neben Schlüsselzahlen wir der Arbeitslosenzahl, dem Bruttosozialprodukt und dem Konsumpreisindex auch durch Entwicklungen in der Bankenindustrie beeinflusst. Stärkere Regulationen in der Bankenindustrie sind meistens mit einer Schwächung des Franken verbunden. Außerdem spielen Übernahmen und Fusionen von Schweizer Banken eine Rolle.

Als Alternative zum USDCHF kann auch das Paar EURCHF gehandelt werden, welches liquider als ersteres ist.

Erschienen unter ForexBlog

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