Exotische Währungen
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Unterteilt man Währungen in Major und Minor Currencies, also die großen , am meisten gehandelten Währungen und die kleineren , weniger gehandelten Währungen wie der Australische Dollar und der Neuseeländische Dollar fehlen immer noch zahlreiche Währungspaare. Tatsächlich ist es so, dass die Mehrheit aller Währungen nicht durch die Majors und Minors abgedeckt wird. Die restlichen Währungen werden Exotics genannt, exotische Währungen, unter denen viele sind, von denen die meisten Menschen noch nie etwas gehört haben. Ein paar Beispiele sind:
PLN: Polnischer Zloty
SGD: Singapur Dollar
DKK: Dänische Krone
SEK: Schwedische Krone
ZAR: Südafrikanischer Rand
HRK: Kroatische Krone
MXN: Mexikanischer Peso
LVL: Lettischer Lats
Diese Paare kann man theoretisch gegen alle anderen handeln, allerdings bieten die meisten Broker nur Kombinationen mit US Dollar oder Euro an, weil sonst die Liquidität zu gering ist.
Warum sollte sich ein Forex Trader überhaupt mit exotischen Währungen beschäftigen? Währungen, die man nicht aussprechen kann und die aus Ländern kommen, über deren Wirtschaft nur selten etwas in der Zeitung steht. Gerade Long-Term-Trader können von einer größeren Zahl an Währungspaaren stark profitieren. Wenn man auf den Tagescharts oder sogar auf Wochen- oder Monatscharts handelt, entstehen dementsprechend wenige Kaufsignale. Für Anhänger der technischen Analyse ist es egal welche Währungen sie handeln und wie sich die Wirtschaft der Länder entwickelt. Dementsprechend erhalten sie dadurch, dass sie mehr Währungen beobachten mehr Möglichkeiten zum Handeln und können wählerischer und konservativer agieren und sich auf die besten Setups konzentrieren.
Worin unterscheiden sich exotische Währungen von den großen Währungen wie Euro, US Dollar etc.?
In erster Linie liegen die Unterschiede in der Liquidität der Währungen. Die großen Währungen sind für über 90 Prozent des Umsatzes Im Forex Markt verantwortlich, kleinere Währungen dagegen haben meistens wenig Volumen. Das macht sich auf den niedrigen Timeframes bemerkbar. Werfen sie einen Blick auf den Chart. Dargestellt ist der Euro gegen die Dänische Krone auf dem 1 Stunden Timeframe. Sieht so ein normaler Forex Chart aus? Nein. Diese Bewegungen sind charakteristisch für Instrumente mit geringer Liquidität. Für Trader kleinerer Timeframes ist es also sehr schwierig hier Geld zu verdienen. Damit kommen wir zum zweiten Unterschied. Dadurch, dass die Exotics illiquider als die großen Währungen sind, sind die Spreads höher. Bei manchen Währungen sind sie so hoch, dass es überhaupt keinen Sinn macht, sie auf kleineren Timeframes als Tagescharts zu handeln.
Darüber hinaus bieten exotische Währungen auch langfristige Anlagemöglichkeiten, um vom Wachstum von bestimmten Nationen und vor allem von Schwellenländern zu profitieren. Wenn ein Land hohes Wachstum verzeichnet, steigt auch tendenziell der Wert der Währung, wovon man dann leicht profitieren kann.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass exotische Währungen gute Anlage- und Diversifikationsmöglichkeiten für Langzeittrader (Tagescharts oder länger) bieten, für Daytrader allerdings auf Grund der hohen Spreads eine schlechte Alternative bieten.
Erschienen unter ForexBlog