Euro
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Euro
Der Euro ist offizielle Währung und das Zahlungsmittel in 22 Europäischen Ländern, von denen 16 der EU angehören: Andorra, Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kosovo, Luxemburg, Malta, Monaco, Montenegro, Niederlande, Österreich, Portugal, San Marino, Slowakei, Slowenien, Spanien, Vatikanstadt, Zypern.
Unsere Währung hat eine längere Geschichte hinter sich als viele denken. Die Idee, eine gemeinsame Europäische Währung zu schaffen, wurde zum ersten Mal vom luxemburgischen Premierminister im Werner-Plan erarbeitet. Bis 1980 sollte eine Europäische Währungsunion geschaffen werden, was allerdings unter anderem am Zerfall des Bretton-Wood Systems scheiterte. 1972 wurde der Europäische Wechselkursverbund gegründet, 1979 folgte das Europäische Währungssystem, welches die ECU (European Currency
Unit) einführte, bei der es sich um eine Verrechnungseinheit handelte, die die starken Schwankungen der Europäischen Währungen vermindern sollte.
Der wohl wichtigste Schritt auf dem Weg zur einheitlichen Europäischen Währung war der vom Ausschuss zur Prüfung der Wirtschafts- und Währungsunion erarbeitete 3-Stufen Plan:
1990 begann die erste Stufe durch die Einführung des freien Kapitalverkehrs in der Europäischen Union.
Stufe 2 erfolgte 1994 dadurch, dass das Europäische Währungsinstitut gegründet wurde und die Haushalte der Mitgliedsländer prüfte. Ende 1995 einigte man sich dann auch auf den Namen Euro als gemeinsame Währung.
Die letzte Stufe begann mit der tatsächlichen Einführung des Euro am 1. Januar 1999 als Buchgeld, nachdem am 31. Dezember 1998 die Wechselkurse zwischen dem Euro und den nationalen Währungen unwiderruflich festgelegt wurden. Für die Deutschland wurde festgesetzt, dass 1 Euro den Wert von 1,95583 DM besitzt.
Wie der Dollar hat der Euro eine starke internationale Ausrichtung und sein Wert wird von unzähligen Faktoren beeinflusst. Das ist zum ersten natürlich die wirtschaftliche Entwicklung in den Ländern der Währungsunion, allen voran Deutschland. Eine starke Europäische Wirtschaft ist meistens auch mit einem Preisanstieg des Euros verbunden. Andere Faktoren sind Exporte, die Stärke der Amerikanischen Wirtschaft und die Leitzinsen in der Eurozone im Vergleich zu anderen Ländern.
Für bargeldlose Transaktionen, also auch im Forex, wurde der Euro bereits 1999 eingeführt, 2002 konnte man mit der Währung dann bar bezahlen. Außerdem wurden ab 1999 Wertpapiere in Euro notiert, Überweisungen in Euro getätigt und Sparbücher wahlweise in Euro oder DM geführt.
Der Euro ist für 25 Prozent der Transaktionen am Devisenmarkt verantwortlich und damit die Nummer 2 nach dem Dollar. Nach dem Dollar handelt es sich beim Euro auch um die zweitwichtigste Reservewährung der Welt. Rund 27 Prozent aller Währungsreserven werden in Euro gehalten. 1999 lag diese Zahl bloß bei 17,9 Prozent und der Anteil des Euros an Währungsreserven ist von allen Währungen am meisten gestiegen.
Die Währung wird von ungleichem Wachstum in den Euroländern, hoher Arbeitslosenquote und reformunwilligen Regierungen geschwächt. Es ist wahrscheinlich, dass in Zukunft auch noch weitere Länder der Europäischen Union den Euro einführen werden, was zu einer noch stärkeren Präsenz der Währung führen wird.
Zum Schluss möchte ich noch kurz die Preisentwicklung des Euro seit seiner Einführung diskutieren. Auf dem Chart ist mit der vertikalen gelben Linie die Einführung des Euro markiert. Davor gab es aber noch keinen Euro, werden sie einwenden. Das ist richtig, die Charts stellen davor den Euro einfach als Korb derjenigen Währungen dar, die als erstes der Währungsunion beigetreten sind, also Deutsche Mark, Franc, Lira etc.
Man kann sehen, dass der Euro nach seiner Einführung als Buchgeld zunächst gefallen ist, seit 2002, als er als Bargeld eingeführt wurde, jedoch bis 2008 unaufhaltsam gestiegen ist ohne dass es zu größeren Korrekturen kam. Seit seinem Tiefpunkt im Jahre 2000 hat sich der Wert des Euro im Vergleich zum Dollar fast verdoppelt.
Seit dem Höchststand im Juli 2008 befinden wir uns in einem Abwärtstrend und können sehen, dass die wichtige Unterstützungslinie bei 1,2400 wieder einmal gehalten hat. Ich kenne viele Forex Trader, die bloß den Euro bzw. das Paar EURUSD handeln und damit äußerst erfolgreich sind. Die Vorteile sind klar: Es handelt sich um das liquideste Währungspaar der Welt. Außerdem existieren lange Trends, wie man auf dem Chart sehen kann. Widerstand und Unterstützung halten meistens und man kann sowohl kurz als auch langfristig anlegen. Hätte man bei einem Wechselkurs von 1:1 den Euro gekauft, beispielweise mit einem Stop Loss von 100 und hätte man bei 1,50 seine Position geschlossen, hätte man 5000 Pips
gewonnen.
Wichtiger ist, dass man 50 Mal sein Risiko gewonnen hat. Hätte man 2000 Euro eingesetzt wären dies 100000 Euro. Hier wird wieder einmal die Wichtigkeit und das Potential eines Trends sichtbar, wie man ihn auf dem Forex Chart verfolgen kann.
Erschienen unter ForexBlog
