Commodity Währungen
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Commodity Currencies oder Währungen, die von der Entwicklung von Rohstoffpreisen abhängig sind
Die sogenannten Commodity Currencies sind Währungen von Ländern, deren Exporte oder sogar ganze Wirtschaften zu einem großen Teil auf Rohstoffen wie Öl, Gold und Silber basieren. Es existieren viele von diesen Währungen, die bekanntesten und am meisten gehandelten sind:
Der Australische Dollar (AUD)
Der Neuseeländische Dollar (NZD)
Der Kanadische Dollar (CAD)
Einfach gesprochen entsteht die Verbindung zwischen den Rohstoffpreisen und den Währungen dadurch, dass bei einem Anstieg der Rohstoffpreise der Wert der Exporte steigt, für die die Käufer die Währung des jeweiligen Landes kaufen müssen. Durch die höheren Preise muss auch mehr von der Währung des verkaufenden Landes erworben werden, wodurch ihr Wert steigt. Allerdings verläuft diese Korrelation nicht immer gradlinig, da höhere Rohstoffpreise auch zu einer niedrigeren Nachfrage führen können.

Welche Rohstoffe spielen für welche Länder eine Rolle?
CAD:
Kanada ist einer der größten Ölexporteuere der Welt. Darüber hinaus besitzt Kanada die zweitgrößten Ölreserven nach Saudi Arabien, was den kanadischen Dollar sehr stark an die Preisentwicklung von Öl bindet. Werfen sie einen Blick auf den angehängten Chart. Der australische Dollar und das Paar USDCAD bewegen sich in entgegengesetzte Richtungen, d.h. der kanadische Dollar korreliert mit dem Ölpreis. Dazu kommt, dass die USA als größter Ölkonsument natürlich auch vom Ölpreis abhängig sind. USDCAD und der Ölpreis weisen seit Januar 1988 eine inverse Korrelation von 68 Prozent auf.
AUD:
Hier handelt es sich im Grunde um das gleiche Phänomen wie bei dem kanadischen Dollar. Als starker Förderer und Exporteur von Gold profitiert die australische Währung von steigenden Goldpreisen. Gold macht über 50 Prozent der Exporte Australiens aus und hat eine dementsprechend hohe Korrelation mit dem Wert des Australischen Dollars.
NZD:
Der Neuseeländische Dollar steht zwar mit keinem bestimmten Rohstoff in Verbindung, allerdings bewegt er sich auf Grund seiner Nähe zur Australischen Währung und der hohen Rohstoffexporte Neuseelands meist in die gleiche Richtung wie die Rohstoffe Gold und Silber.
Wie kann ein Trader von diesem Wissen profitieren?
Es gibt hier auch wieder hunderte von Arten, die Korrelationen zu handeln. Oft sind Währungen auch einfach die bessere Alternative zu Futures auf Rohstoffe. Ein Beispiel ist der Australische Dollar. Die Transaktionskosten sind niedriger und wenn man den AUD kauft erhält man die Zinsdifferenz zwischen beiden Ländern, macht also täglich Geld, auch wenn sich der Preis nicht steigt. Außerdem sollte man darauf achten, bei langfristigen Trades nicht in entgegengesetzte Richtungen zu handeln, also zum Beispiel den Australischen Dollar zu kaufen und gleichzeitig Gold zu verkaufen. Dadurch können nämlich sämtliche Gewinne zu Nichte gemacht werden.
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