Währungen
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Majors vs. Minors
Die Währungen im Forex kann man grundsätzlich in die Majors und Minors, also die großen und kleinen Währungen unterteilen. Zu den Majors gehören: US Dollar (USD), Euro (EUR), Schweizer Franke (CHF), Pfund Sterling (GBP), Japanischer Yen (JPY), Kanadischer Dollar (CAD) und der Australische Dollar (AUD). Mehr als 90 Prozent des Volumens kommen aus dem Handel der Major Currencies, da diese gleichzeitig die Währungen der wirtschaftlich stärksten Nationen sind. Auch wenn es sich bei diesen Währungen bloß um acht von hunderten von Währungen handelt, sind sie es, die den Devisenmarkt ausmachen und für die täglichen Billionen an Umsatz sorgen.
US Dollar
Der US Dollar ist die Welthauptwährung und das universelle Maß um den Wert anderer Währungen im Forex zu messen. Alle Währungen sind generell in US Dollar ausgewiesen. Entsprechend dem Bretton Woods Abkommen wurde der US Dollar nach dem 2. Weltkrieg die internationale Leitwährung. Der Dollar ist auf dem Devisenmarkt für ca. 50 Prozent des Volumens verantwortlich. Außerdem sind meisten Rohstoffe und Metalle in Dollar nominiert, wie zum Beispiel Gold und Öl, weshalb es bei diesen Anlageobjekten auch starke Korrelationen mit dem Dollar gibt.
Den historischen Tiefststand erreichte der Dollar am 15. Juli 2008 mit einem Kurs von 1,6037 Dollar, die man für einen Euro bekam. Der Höchststand des US-Dollars wurde am 26. Oktober 2000 mit 0,8252 Dollar verbucht.
Euro
Der Euro wurde als Gegengewicht zum Dollar entwickelt. Wie der Dollar hat der Euro eine starke internationale Ausrichtung und wird in 16 Ländern in Europa als Währung eingesetzt. Für bargeldlose Transaktionen, also auch im Forex, wurde der Euro bereits 1999 eingeführt, 2002 konnte man mit der Währung dann bar bezahlen. Der Euro ist für 25 Prozent der Transaktionen am Devisenmarkt verantwortlich und damit die Nummer 2 nach dem Dollar.
Die Währung wird von ungleichem Wachstum in den Euroländern, hoher Arbeitslosenquote und reformunwilligen Regierungen geschwächt. Es ist wahrscheinlich, dass in Zukunft auch noch weitere Länder der Europäischen Union den Euro einführen werden, was zu einer noch stärkeren Präsenz der Währung führen wird.
Japanischer Yen
Der japanische Yen ist die drittmeist gehandelte Währung in der Welt. Die Währung aus Japan hat eine wesentlich schwächere internationale Gewichtung als der Euro und der Dollar. Der Yen ist eine recht liquide Währung und kann im Forex rund um die Uhr gehandelt werden. Die natürliche Nachfrage stammt aus japanischen Keiretsus, das sind große Industriekonglomerate. Die japanische Währung ist recht anfällig für Schwankungen des Nikkei Index und des japanischen Immobilienmarkts. Ein Blick auf die Monatschart des Paares USDJPY zeigt, dass der japanische Yen gegen den US Dollar seit 25 Jahren in einem Abwärtstrend ist. Das Allzeithoch liegt bei 278.28 und der tiefste Punkt wurde im April 1995 mit 79.75 erreicht. Durch die niedrigen Leitzinsen in Japan (0-0,5 Prozent) wurde der Yen lange Zeit für Carry Trades benutzt, was als sicherer Weg Geld zu verdienen galt. Im Zuge der Finanzkrise fielen die Carrytrade Währungen (zum Beispiel GBPJPY, GBPCHF) allerdings enorm. In turbulenten Zeiten gilt der Yen als sicherer Hafen, was man im Moment in allen Yen Paaren beobachten kann.
Britisches Pfund
Bis zum 2. Weltkrieg war das britische Pfund die weltweite Referenzwährung. Diese Währung wird sehr aktiv gegen Euro und Dollar gehandelt, aber wenig gegen andere Währungen. Im Januar 2009 ist das Pfund Sterling auf ein 23-Jahr-Tief gefallen, nachdem es bei 2.1161 seinen Höchststand seit Anfang der 80er Jahre erreicht hat. Das Pfund ist für ca. 10 Prozent aller Transaktionen am Devisenmarkt verantwortlich und würde, käme es zu einem Beitritt Großbritanniens in die Europäische Währungsunionen, den Dollar erheblich schwächen.
Schweizer Franke
Der Schweizer Franke ist die einzige Währung eines Europäischen Staats die weder der Europäischen Währungsunion noch den G7 Staaten angehört. Obgleich die Schweizer Wirtschaft recht klein ist, ist der Schweizer Franke eine der Hauptwährungen weltweit und reflektiert damit die Stärke der Schweizer Wirtschaft und Finanzwelt. Die Schweiz hat eine enge Wirtschaftbeziehung zu Deutschland und damit zur Eurozone. Daher wird der Franke im Fall von politischer Unsicherheit im Osten dem Euro vorgezogen.
Am 14. März 2008 erreichte der Dollar historische Parität zum Franken. Der Tiefstand war am 16. März 2008 mit 0,9648 Franken pro Dollar.
Australischer Dollar
Der Australische Dollar hat im Februar 1966 das Australische Pfund ersetzt und ist heute für ca. 6 Prozent aller Forex-Transaktionen verantwortlich. Damit ist er die sechst meist gehandelte Währung der Welt. Die Währung aus Australien ist auf Grund der hohen Leitzinsen und der politischen und wirtschaftlichen Stabilität des Landes sehr beliebt. Außerdem wird der Australische Dollar zur Diversifizierung benutzt. Nachdem der Australische Dollar im Juli 2007 mit einem Kurs von 0,9849 US Dollar fast die Parität mit der amerikanischen Währung erreicht hat, fiel er bis Januar 2009 um fast 3500 Pips
und ist heute auf einem Stand von 0,6500 Dollar.
Kanadische Dollar
Nach der Abschaffung des kanadischen Pfund wurde der Kanadische Dollar im Jahre 1858 die offizielle Währung Kanadas. Zwischen 1950 und 1962, als die Wechselkurse der Währungen des Bretton Woods System fix waren, konnte der Kanadische Dollar trotzdem gehandelt werden und war kurzzeitig sogar schon mehr als der US Dollar wert. Nachdem der US Dollar von 1990 bis 2002 gegen den Kanadischen Dollar massiv an Stärke gewonnen hat, wendete sich in diesem Jahr das Blatt und der US Dollar fiel auf ein Allzeit Tief von 0,9057 CAD. Im Moment befindet sich der Dollar gegen den CAD aber wieder in einem starken Aufwärtstrend und notiert bei 1,23.