Mrz-27-2009

Gold

   

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Jeder Anleger weiß, dass man in Gold investieren kann und dass sich der Goldpreis in den letzten 40 Jahren extrem stark verändert hat. Gold als Investmentobjekt ist so ein umfangreiches Thema, dass damit Bücher gefüllt werden könnten. Man sollte Trading allerdings nicht verkomplizieren und gerade technische Analysten können in meinen Augen Gold genauso handeln wie andere Rohstoffe und Währungen.

Gold zählt zu den liquidesten und volatilsten Anlageobjekten, die auf dieser Welt existieren. Schaut man sich den 1-Minuten Chart von Gold an, wird man keinen Unterschied zu Währungspaaren wie EURUSD oder GBPUSD finden.



Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Goldpreis nach der Bretton-Wood Konferenz auf 35 Dollar per Feinunze fixiert. Dieses System hatte bis 1971 Bestand. Ab diesem Zeitpunkt galt als Benchmark für den Goldpreis das sogenannte London Gold Fixing, ein zweimal tägliches Treffen von fünf Repräsentanten der fünf größten Gold handelnden Firmen.

Für die kontinuierliche Bewertung des Goldpreises, wie wir sie im Internet oder Fernsehen verfolgen können, sind verschiedene Börsen verantwortlich. Gold kann auf verschiedenen Börsen in der ganzen Welt gehandelt werden; zu den größten zählen die New York Mercantile Exchange (NYMEX), Tokyo Commodity Exchange (TOCOM), Chicago Board of Trade (CBOT), Istanbul Gold Exchange und die Multi Commodity Exchange of India. Damit handelt es sich bei Gold ähnlich wie beim Forex um einen 24 Stunden Markt.

Wer Gold handeln will, hat zahlreiche Möglichkeiten. Es besteht nach wie vor die Möglichkeit physisches Gold und Münzen bei Banken und Münzhändlern zu erwerben. Vielen ist der physische Erwerb aber zu umständlich, vor allem wenn man nur kurzfristig handeln will. In diesem Fall können Futures, Zertifikate, Fonds, ETFs und CFDs benutzt werden. Auch einige Forex Broker bieten Gold an, welches man dann genauso wie Währungen handeln kann.

Was bewegt aber eigentlich den Goldpreis?
Grundsätzlich wird der Preis wie bei Währungen und anderen Rohstoffen von Angebot und Nachfrage beeinflusst. Die jährlich geförderte Menge von Gold ist allerdings im Vergleich zu den bereits bestehenden Reserven verschwindend gering, sodass andere Faktoren wie Politik, Kriege, der Wert des US Dollar und die Psychologie der Anleger eine größere Rolle spielen. Ähnlich wie am Devisenmarkt spielen Zentralbanken auch für den Goldpreis eine wichtige Rolle. Zentralbanken und der Internationale Währungsfonds besaßen im Jahr 2005 19 Prozent von allem geförderten Gold. Wenn der Goldpreis steigen soll, kaufen Zentralbanken Gold. Umgekehrt können sie Teile ihrer Goldreserven verkaufen, wenn sie den Goldpreis nach unten treiben wollen.

Gold ist in Krisenzeiten ein äußerst beliebtes Anlageobjekt, da es im Gegensatz zu Währungen als sicherer Hafen gilt. Gerade bei starker Inflation legen viele Bürger ihr Geld in Gold an, um ihr Kapital zu schützen. Auch in der aktuellen Finanzkrise ist der Goldpreis wieder stark geschieden und hat wieder die 1000er Marke erreicht.

Werfen wir zum Schluss noch einen Blick auf die historische Entwicklung des Goldpreises. Wie oben beschrieben war der Goldpreis bis 1971 auf 35 Dollar fixiert. Schon 1975, bloß 4 Jahre später lag der Preis bei 140 Dollar. Wer sich jetzt ärgert, damals nicht in Gold investiert zu haben, kann dies zu Recht tun. Man hätte sein damaliges Investment verfünfundzwanzigfacht. Mit dieser Rendite hat Gold alle großen Indizes wie den Dow Jones, den S&P und den DAX geschlagen. Nachdem Gold bis 1980 auf 589,5 Dollar gestiegen ist, begann allerdings ein 20-jähriger Abwärtstrend. Anleger mussten also einen langen Atem bewahren.

Seit 2001 befinden wir uns wie man auf dem Chart leicht sehen kann in einem starken Aufwärtstrend, der eng mit der Schwäche des US Dollars und des Anstiegs der Staatsschulden in den USA zusammenhängt. Auf dem Monatschart ist es bloß zu einer größeren Korrektur gekommen, als Gold im Oktober 2008 auf 681 Dollar gefallen ist. Danach wurde der Aufwärtstrend allerdings fortgesetzt und zum zweiten Mal in zwei Jahren der Preis von 1000 Dollar erreicht. Viele Anleger sehen Gold als langfristiges Investment und halten langfristig Preise in der Region von mehreren tausend Dollars für wahrscheinlich. Für Daytrader ist Gold auf Grund seiner Liquidität attraktiv, allerdings erschweren die höheren Spreads für Privatanleger das Handeln.

Alles in allem ist Gold eine gute Alternative zum Forex Trading. Allerdings sollte man Korrelationen mit dem US Dollar beachten und sich vorher überlegen, ob man kurzfristig oder langfristig handeln will.

Erschienen unter ForexBlog

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