Mrz-25-2009

CFDs

   

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CFDs, was auf Deutsch soviel wie Differenzkontrakte bedeutet, sind fast schon 20 Jahre alt und haben in den letzten Jahren enorm an Popularität gewonnen. Differenzkontrakte wurden Anfang der 90er Jahre in London von Mitarbeitern der UBS Warburg entwickelt, um die englische Stempelsteuer zu umgehen und günstiger Positionen hedgen zu können.

CFDs gehören zu der Gruppe der Derivate. Man kauft also keinen konkreten Wert wie z.B. die Aktie von BMW, sondern bloß ein Instrument, das die Preisentwicklung des Wertes, hier der Aktie von BMW nachbildet. Dadurch hat man kein zwar keinen Anspruch auf Dividendenzahlungen, aber dafür existieren andere wichtige Vorteile.

Aber erstmal zu den anderen Eigenschaften von CFDs:

Bei CFDs erfolgt der Handel auf Margin View definition in a new window. Der Anleger muss nur eine Sicherheitsrücklage leisten, die typischerweise zwischen 1 und 30 Prozent des Basiswertes liegt, wenn er das Instrument handeln will.
Dadurch dass man auf Margin View definition in a new window handelt, entsteht ein Hebeleffekt. Man kann also auf Leverage handeln, was bedeutet, dass man überproportional an Kursbewegungen des Basiswertes partizipieren kann. Wenn der Basiswert bei einem gegebenen Hebel von 50 beispielsweise um 1 Prozent steigt, hat man 50 Prozent Gewinn gemacht. Der Account ist um die Hälfte gewachsen. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, dass man 50 Prozent Verlust erzielt hat, wenn die Position 1 Prozent gegen den Trader läuft.
Man kann long und short traden, dass heißt sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursbewegungen profitieren.

Bei vielen Anbietern entstehen keine Transaktionskosten, sondern man bezahlt einen Spread View definition in a new window, also die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufspreis.

Da CFDs nur die Preisentwicklung abbilden, kann man mit den meisten CFD View definition in a new window Brokern zahlreiche Märkte gleichzeitig traden. Typische Basiswerte für CFDs sind Aktien, Indices, Währungen und Rohstoffe aber es gibt noch weitere unbekanntere Instrumente die durch CFDs abgedeckt werden.

CFDs werden in der Regel nicht über die Börse gehandelt, sondern über einen Broker oder eine Bank.
Je nach CFD View definition in a new window und Broker existieren unterschiedliche Finanzierungskosten. Bei Indices muss man oft den Leitzins des jeweiligen Landes anteilsmäßig auf die Positionsgröße zahlen, bei Währungen die Zinsdifferenz zwischen zwei Ländern. Wenn man short geht verdient man bei im Gegenzug aber jeden Tag Geld.

Der größte Vorteil von CFDs im Vergleich zu Aktien liegt in der Tatsache, dass man bei gleichen Kursbewegungen eine überproportionale Rendite erzielen kann. Das konnte man zwar auch schon früher mit Optionsscheinen und Zertifikaten, allerdings sind CFDs einfacher strukturiert und bieten mehr Spielraum. Der Trader kann sich selbst den Stop Loss und Take Profit aussuchen, variabel seine Positionsgröße bestimmen und es existieren keine Faktoren wie die implizite Volatilität bei Optionsscheinen.

Darüber hinaus wird durch CFDs die Möglichkeit geboten, mehrere Märkte gleichzeitig und unkompliziert über einen Broker zu traden. Gerade für Anhänger der technischen Analyse ist dies interessant, da CFD View definition in a new window Broker meistens auch Charts ihrer Instrumente bieten und der Händler sich dadurch nur noch auf die besten Setups konzentrieren kann und viel mehr Märkte beobachten kann.

Auf der anderen Seite steht das Risiko. CFDs werden als hochspekulativ eingestuft und wenn man keinen Stop Loss setzt, ist wie im Forex das Geld schnell verschwunden. Wer zocken will, wird mit CFDs genau so viel Glück haben wie wenn er Lotto spielt. Denn ohne ein funktionierendes System und Erfahrung wird man auf lange Sicht immer Geld verlieren.

Wer sich des Risikos bewusst ist und es durch Stop Loss Orders entsprechend zu reduzieren weiß, hat mit CFDs eine wunderbare Anlagemöglichkeit, die Zugang zu allen Märkten der Welt bietet und zudem noch für Kleinanleger erschwinglich ist.

Erschienen unter ForexBlog

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