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Archiv für November, 2010

Nov-25-2010

Turbulenzen in den Währungen

Zu Wochenbeginn wirkte sich die Krise in Irland auch auf den Markt aus. Gegenüber dem Dollar gab es am Montag beim Kurs des Euro Verluste. Zwar hatte der Eurokurs vorübergehend Gewinne einfahren können, diese aber nicht halten können. Problematisch wurde es vor allem dadurch, da Irland jetzt einen Hilfeantrag gestellt hat. Am Sonntag wurde durch die Regierung von Irland der Antrag auf finanzielle Hilfe gestellt, der inzwischen somit dem Europäischen Finanzstabilisierungsfonds (EFSF) vorliegen wird. Dies nährt die Befürchtungen weiter, dass sich die Krise um den Euro auf die weiteren Nationen von Europa, die den Euro als Zahlungsmittel nutzen, ausdehnen könnte. Als gefährdet werden da beispielsweise Spanien und Portugal angesehen.

Als wäre die Situation nicht schon belastend genug, löst eine Forderung durch die Koalition in Irland weitere Bedenken aus. Die Grünen fordern für Irland Neuwahlen, was von Beobachtern mit Bedenken bemerkt wird. Verhandlungen hinsichtlich der finanziellen Unterstützung könnten somit erschwert werden. Ansprechpartner wären hier die Europäische Union sowie der internationale Währungsfonds. Infolge dessen ist der Euro bis unter $ 1,3600 abgesackt. Zu diesem Zeitpunkt lag das Währungspaar US-Dollar/Euro, das sehr geschätzt wird, bei einem Wert von $ 1,3570. Dabei hatte doch die Gemeinschaftswährung der Europäischen Staaten zu Beginn des Handels erreicht. Noch etwas heikler war der Abfall gegenüber dem japanischen Yen. Der Kursverlust betrug hier über 150 Punkte und bedeutete den aktuellen Wert von 113,00.

Die Verschuldung des irischen Staates löst ja eine große Verunsicherung aus. Dies führt allerdings dazu, dass Rohstoffanlagen im Moment profitieren. Das gilt unter anderem für die Edemetalle Gold und für Silber, in die momentan von Investoren gern investiert wird. Dabei erreichte beispielsweise Gold einen Wert von $ 1.367. Jedoch hat die Nachfrage nach Gold inzwischen nachgelassen, was unter anderem auch an dem stark werdenden US-Dollar lag. Einen Anstieg im Preis erlebte auch Silber, das mit $ 27,461 Dollar eine Steigerung um 28,2 Cent erlebte.

Inzwischen wurden weitere Konjunkturdaten aus dem europäischen Raum veröffentlicht. So wurden beispielsweise Einkaufsmanagerindizes für die Euro-Zone insgesamt sowie Deutschland und Frankreich bekannt gegeben. Dabei wurde das nicht-verarbeitende und das verarbeitende Gewerbe betrachtet. Diese Daten können sich durchaus positiv auf die Entwicklung auswirken. Bekanntgegeben wurden außerdem die Daten für das amerikanische Bruttoinlandsprodukt des dritten Quartals.

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Nov-18-2010

Neue Tendenz: Sichere Währungen

Derzeit ist bei den Anlegern ein neues Verhalten festzustellen. Es zählen nämlich im Moment verstärkt sichere Währungen, auch wenn diese nicht so hohe Erträge einbringen. Dabei wirkt sich diese Tendenz seit Tagen aus und trifft die Hauptwährungspaare, zu denen der US Dollar und der japanische Yen zählen. Dadurch steigt die Nachfrage unter den Teilnehmern am Markt rapide an. Diese haben ihr Verhalten verändert und beachten Investitionen, die reich an Risiken sind, nicht mehr.

So setzt sich die Erholung vom US-Dollar in dieser Woche weiter fort. Verzeichnet wurde inzwischen sogar ein 7-Wochenhoch für den Dollar, womit dieser eine Reihe von weiteren Hauptwährungen übertraf. Gestützt wurde diese Steigerung der Attraktivität auch, weil Aktienkurse sowie Rohstoffpreise stark fallen. Außerdem gibt es mit den Problemen im Euro-Raum noch einen weiteren Grund, warum der US-Dollar stark als Anlage attraktiv wird. Schließlich haben die Euro-Regionen große Probleme mit den Schulden, die zunehmen. So konnte der Dollar am Dienstag bei Handelsschluss ein Plus von 150 Punkten gegenüber dem Euro verzeichnen. Der Wert des Dollars lag bei 1,3490. Und dies war nicht die einzige zu spürende Aufwärtstendenz, wie am GBP festgestellt werden konnte. Hier lag der Wert bei Handelsschluss bei 1,5885.

Spürbar ist jedoch noch eine weitere Veränderung. Derzeit macht sich die Menschen am Markt Sorgen über die Geldpolitik in China, die weiter gestrafft werden könnte. Doch noch gravierender sind die Sorgen im Hinblick auf Irland. Es gäbe ja die Möglichkeit, dass der EU-Rettungsschirm in Anspruch genommen wird. Bisher ist jedoch noch kein Antrag abgeschickt worden, so dass auch noch keine EU-Finanzhilfe in Aussicht steht.

Im Hinblick standen und stehen außerdem weitere Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Dabei handelt es sich um den Baubeginn beziehungsweise die Baugenehmigungen für den Monat Oktober. Außerdem werden die Verbraucherpreise für den Monat Oktober sowie die Rohöllagerbestände der Woche veröffentlicht. Je optimaler die Daten auswählen, desto mehr Auftrieb könnte der US-Dollar erhalten. Ein weiterer wichtiger Termin ist die Rede, die am Mittwoch durch den Präsidenten der Federal Reserve Bank of St. Louis gehalten wurde. Dies war im Rahmen einer Veranstaltung der Fall, deren Thema die staatliche Unternehmensförderung war. Gerade nach dieser Rede wird es zu weiteren Bewegungen kommen, aus denen sich die weiteren Tendenzen erkennen lassen, die zum Schluss der Handelswoche das Bild beherrschen werden.

Dass der japanische Yen derzeit stabil ist, zeigte sich bereits bis Dienstag. Diese Währung verzeichnete ebenfalls Kursgewinne gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen. Damit ist die sichere Garantie für Gewinne für die Anleger gegeben. Viele Investoren verkauften ihre Anlagen in Euro, so dass der Wert des Yen gegenüber dem Euro inzwischen bei 112,40 lag.

Problematisch ist derzeit ebenso der Blick auf die Ölpreise, die um drei Prozent gefallen sind. Dort ist es somit zu einem neuen Zweiwochentief gekommen. Als Hintergrund wird hier ebenfalls die Kreditkrise gesehen, die derzeit in Europa um sich greift.

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Nov-9-2010

Der Euro unter Druck

Der Wochenbeginn hat die Aufmerksamkeit der Anleger wieder auf die Euro-Länder gezogen, die mit ihren hohen Schulden kämpfen. Gerade dieser Blick des Devisenmarktes hat dazu beigetragen, dass die Gemeinschaftswährung des Euro unter Druck steht.

Nachdem der Euro einen Wert von 1,4031 Dollar erreicht hatte, war dieser zum Handelsschluss der US-Börse um mehr als einen Cent niedriger. Notiert wurde der Wert bei 1,3892 Dollar. Abschließend hatte sich Währung der Gemeinschaft allerdings etwas erholt und wie einen Wert von 1,3913 Dollar. Von einem Währungsstrategen der Societe Generale war die Aussage zu hören, dass er sich lediglich um eine Korrektur handeln würde. Dies würde daran liegen, dass sowohl der Dollar als auch der Euro Probleme haben, wobei diese unterschiedlich ausfallen würden. Doch auch gegenüber der japanischen Währung Yen gab der Euro nach. In diesem Fall lag die Notierung auf 112,67 Yen.

Damit hatte der Euro im Gegensatz zum Dollar das Niveau erreicht, dass er hatte, bevor die Fed-Sitzung stattgefunden hatte. Diese hatte ja zur Folge, dass die laxe Geldpolitik ausgeweitet wurde. Allerdings existierten bis zum Freitag der vergangenen Woche auch noch Ängste im Hinblick auf den Arbeitsmarkt. Jedoch wurden diese durch den Bericht über den guten Arbeitsmarkt mittlerweile entkräftet. Damit war auch das Feuer aus dem Euro ein Stück weit entzogen worden, wie eine Helaba-Analystin jetzt verlauten ließ. Umso mehr stehen auch die einzelnen Ländern des Euro nun mit ihrer Arbeit im Mittelpunkt.

Im Moment richtet sich dabei die Aufmerksamkeit ganz besonders auf Irland. Dort wird das Leben derzeit davon bestimmt, dass ein Sparpaket erarbeitet werden soll. Bisher überwiegen jedoch die Vermutungen, dass es dazu erst gar nicht kommen wird. Schließlich erhielt die Regierung den Regierungsauftrag nur dadurch, dass die Partei nur eine ganz knappe Mehrheit besitzt. Und das Sparprogramm wird auf jeden Fall nicht die volle Zustimmung erhalten. Außerdem wird es für Irland wohl nicht einfach werden, sich auf dem internationalen Kapitalmarkt Gelder zu beschaffen.

Auch bei den Versicherungen für die Kredite zeigte sich deutlich, dass die Anleger nervös sind. Maßgebend war hier ein Kredit in Höhe von zehn Millionen Euro, der eine Verteuerung um 29.000 Euro auf 607.000 Euro verzeichnen konnte. Auch im Hinblick auf den Risikoaufschlag wurde eine Steigerung auf 557 Basispunkte notiert, was der höchste Wert überhaupt ist, seit es den Euro gibt. Ebenso konnten die portugiesischen Spreads eine Steigerung verzeichnen und liegen nun bei 456 Basispunkten.

Eine leichte Entspannung zeichnete sich bei dem Risikoaufschlag ab, der im Hinblick auf griechische Anleihen bei 913 Punkten lag. Positiv wirkte sich hier der Gewinn der Sozialisten bei den Kommunalwahlen aus. Davon leitete Regierungschef Papandreou die Aussagekraft im Hinblick auf seine Maßnahmen ab, mit denen er die Staatsfinanzen sanieren will.

Was zum einen Unsicher macht, kann jedoch auch wieder stärken. Dies gilt für die Bundesanleihen. So weist beispielsweise der Bund-Future einen Wert von 130,67 Zähler auf, was eine Steigerung von 43 Ticks bedeutet.

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Nov-2-2010

Stützung des DAX durch Bayer

Das Barometer der Börse schlägt nach oben aus. Und das ist mit dem Pharmakonzern Bayer einem der Indexschwergewichte zu verdanken, da deren Kurs stark gewonnen. Der Anstieg betrug insgesamt 2,2 Prozent, weshalb dieser Wert innerhalb des deutschen Standardwertindexes besonders begehrt war. Ursächlich dafür ist der Erfolg bei einem Mittel gegen Thrombose, das entwickelt wurde. Dies wird dazu führen, dass das Unternehmen mit riesigen Gewinnen rechnen kann. Schließlich wurden gar Anlageempfehlungen “hold” für das Produkt ausgesprochen. Vom Wert her ist eine Aktie von Xarelto jetzt auf einen Wert von drei bis vier Euro taxiert worden. Als neues Medikament gegen Schlaganfälle könnte Xarelto nach der Zulassung, die doch angestrebt wird, in einen Markt kommen, den Experten mit einem Wert von etwa 20 Milliarden Dollar taxieren. Damit wäre für das Pharmaunternehmen Bayer die Möglichkeit gegeben, sich von diesem Markt einen Großteil zu sichern.

Als Entwicklung konnte außerdem am heutigen Tage ein Anstieg beim DAX von 0,3 Prozent auf 6622 Punkte verzeichnet werden. Der Leitindex hatte sogar einen Tand von bis zu 6670 Punkten erreicht, was der höchste Stand seit dem Juni 2008 gewesen ist. Während der Stoxx 50 leicht nachgab, rückte der Londoner FTSE leicht vor und der CAC 40 zeigte sich gefestigt. Dabei spielt es natürlich schon eine Rolle, dass in einigen Regionen am heutigen 1. November der Feiertag Allerheiligen die Geschäfte ausbremst. Auf jeden Fall waren die US-Anleger positiv überrascht, deren Optimismus gewachsen ist. Dies zeigte sich gegen Mittag beim S&P-Future. So scheint ein stabiler Start an der Wall Street gesichert zu sein.

Ruhiger dagegen war es zum Wochenanfang im Hinblick auf die DAX-Unternehmen beim Berichten. Und doch soll sich einiges tun, da seitens der Investoren Anreize auf makroökonomischer Basis zeigen sollen. Ein Hinweis kam nunmehr von Experten der SEB, die impulsgebende Konjunkturdaten für den Nachmittag ankündigten. Vor der Veröffentlichung durch das Institue of Supply Management steht so beispielsweise der Einkaufsmanagerindex. Unerwartet war ja am Freitag der Chicago PMI angestiegen. Laut einer Analystin der Helaba scheint hier nun ein geringer Rückgang möglich zu sein.

Spannende Momente erwarten die Anleger für Mittwoch, wenn das Ergebnis der Fed-Sitzung verkündet wird. Vor allem geht es hierbei darum, die Höhe der Anleihekäufe der Fed zu erfahren. Die Erwartungen liegen hier nämlich bei einem Betrag von bis zu 2000 Milliarden Dollar und ob diese erfüllt werden, ist gerade seit letzter Woche fraglich. Geschürt wurden die hohen Erwartungen durch die Vertreter der Fed.

Außerdem sorgten positive Meinungsäußerungen verschiedener Analysehäuser dafür, dass eine Verteuerung der Daimler-Aktien die Folge war. Mehrfach wurden Kaufempfehlungen ausgesprochen, was auch für die Papiere von BMW galt. Insgesamt soll der Autoabsatz in ganz Deutschland leicht ansteigen.

Unter den Währungen stieg außerdem der Yen an und beherrscht das Geschehen am Markt, wodurch der Nikkei gedrückt wurde. Allerdings wird die bedeutende Exportwirtschaft wiederum geschwächt. Jedoch lassen Investoren zur Zeit an der Börse in Japan Vorsicht walten, da die Kongresswahlen in den USA bevorstehen.

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