Turbulenzen in den Währungen
Zu Wochenbeginn wirkte sich die Krise in Irland auch auf den Markt aus. Gegenüber dem Dollar gab es am Montag beim Kurs des Euro Verluste. Zwar hatte der Eurokurs vorübergehend Gewinne einfahren können, diese aber nicht halten können. Problematisch wurde es vor allem dadurch, da Irland jetzt einen Hilfeantrag gestellt hat. Am Sonntag wurde durch die Regierung von Irland der Antrag auf finanzielle Hilfe gestellt, der inzwischen somit dem Europäischen Finanzstabilisierungsfonds (EFSF) vorliegen wird. Dies nährt die Befürchtungen weiter, dass sich die Krise um den Euro auf die weiteren Nationen von Europa, die den Euro als Zahlungsmittel nutzen, ausdehnen könnte. Als gefährdet werden da beispielsweise Spanien und Portugal angesehen.
Als wäre die Situation nicht schon belastend genug, löst eine Forderung durch die Koalition in Irland weitere Bedenken aus. Die Grünen fordern für Irland Neuwahlen, was von Beobachtern mit Bedenken bemerkt wird. Verhandlungen hinsichtlich der finanziellen Unterstützung könnten somit erschwert werden. Ansprechpartner wären hier die Europäische Union sowie der internationale Währungsfonds. Infolge dessen ist der Euro bis unter $ 1,3600 abgesackt. Zu diesem Zeitpunkt lag das Währungspaar US-Dollar/Euro, das sehr geschätzt wird, bei einem Wert von $ 1,3570. Dabei hatte doch die Gemeinschaftswährung der Europäischen Staaten zu Beginn des Handels erreicht. Noch etwas heikler war der Abfall gegenüber dem japanischen Yen. Der Kursverlust betrug hier über 150 Punkte und bedeutete den aktuellen Wert von 113,00.
Die Verschuldung des irischen Staates löst ja eine große Verunsicherung aus. Dies führt allerdings dazu, dass Rohstoffanlagen im Moment profitieren. Das gilt unter anderem für die Edemetalle Gold und für Silber, in die momentan von Investoren gern investiert wird. Dabei erreichte beispielsweise Gold einen Wert von $ 1.367. Jedoch hat die Nachfrage nach Gold inzwischen nachgelassen, was unter anderem auch an dem stark werdenden US-Dollar lag. Einen Anstieg im Preis erlebte auch Silber, das mit $ 27,461 Dollar eine Steigerung um 28,2 Cent erlebte.
Inzwischen wurden weitere Konjunkturdaten aus dem europäischen Raum veröffentlicht. So wurden beispielsweise Einkaufsmanagerindizes für die Euro-Zone insgesamt sowie Deutschland und Frankreich bekannt gegeben. Dabei wurde das nicht-verarbeitende und das verarbeitende Gewerbe betrachtet. Diese Daten können sich durchaus positiv auf die Entwicklung auswirken. Bekanntgegeben wurden außerdem die Daten für das amerikanische Bruttoinlandsprodukt des dritten Quartals.
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