Währungskonflikte und Ihre Auswirkung auf den Devisenmarkt
Viele Nachrichten sind in der letzten Woche wieder einmal um die Welt gegangen. Mit von der Partie war hier eine kleine aber feine Nachricht, die sich jedoch sehr stark auf den Devisenmarkt auswirken könnte. Es handelt sich um die Nachricht, dass Japan einseitig auf den Währungsmarkt eingegriffen hat, und so den Yen und seinen Wechselkurs gedrückt hat.
Danach hat sich der US Finanzminister Timothy Gaithner zu Wort gemeldet und bekundet, dass China seine Währung schneller und vor allen Dingen auch stärker steigen lassen sollte. Aus diesen zwei kleinen Sätzen ergibt sich eine Verschärfung der Währungskonflikte, die ohnehin schon zwischen Japan und China herrschen.
Wer jetzt der Meinung ist, dass sich diese vermeintlichen Lappalien so gut wie gar nicht auf Europa auswirken, dem sei gesagt, genau das Gegenteil könnte der Fall sein. So haben diese Währungskonflikte einen direkten Einfluss auf die bestehende Wirtschaftskrise und könnten diese im schlechtesten Fall sogar noch verstärken. Des Weiteren ergeben sich aus diesem Umstand eine Vermutung und eine zu erkennende Tendenz.
Die Wirtschaftskrise hat weniger mit einer konjunkturbedingten Entwicklung zu tun, sondern ist vielmehr eine systemisch und bewusst hervorgerufene Krise. Zu diesem Schluss kommen auch immer mehr Experten auf dem Gebiet der Devisen. So kommen zum Beispiel die Experten von Forex immer deutlicher zu dem Schluss, dass eine Abmilderung oder gar Erholung aus der Krise kaum noch zu erwarten ist.
Was bedeuten diese Nachrichten für den Devisenmarkt?
Wie sich jeder vernünftig denkende Mensch an einer Hand ausrechnen kann, wirkt sich ein derart gezieltes Eingreifen in die Währungskurse auch auf den Devisenmarkt aus. Aus diesem Grund sind auch viele Forex Trader in Angst und machen sich Sorgen um ihre Investitionen. Wie sich diese Währungskonflikte weiter entwickeln, lässt sich nicht realistisch einschätzen. Eines ist jedoch sicher, nicht nur Japan, China oder die USA üben Einfluss auf Ihre Währung aus, auch andere Länder mischen in dieser Farce kräftig mit.
Dabei wird stets der Grund die Währung in Schach halten zu wollen vorgeschoben. Beispielsweise haben Thailand oder auch Südkorea in der Vergangenheit Dollar gekauft, mit dem Ziel den Abstieg ihrer eigenen Währung aufzuhalten. Es zeigt sich also, dass im Grunde genommen der Eingriff in die Währung eines Landes global eine gängige Praxis ist und sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart immer wieder geschieht.
Für die Anleger auf dem Devisenmarkt bedeutet dies schlicht, dass eine Prognose über die Entwicklung auf dem Devisenmarkt nur sehr schwer zu gestalten ist, was wiederum eine gewisse Unberechenbarkeit nach sich zieht.
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