Archiv für Januar, 2010

Jan-27-2010

Platz die Carry Trade Blase?

Momentan herrschen in den USA äußerst geringe Zinssätze, Investoren verschulden sich hier in einem hohen Maße. Anschließend wird in allen Teilen der Welt investiert, allerdings könnte diese Blase bald wieder platzen. Eines der größten Geheimnisse der Finanzwelt, birgt immense finanzielle Mittel. Das Geschäft des billigen Dollars wird unter anderem auch als Carry-Trade bezeichnet.

Die Vorgehensweisen der Spekulanten und das internationale Geschäft

Praktisch betrachtet werden die Kredite in den USA für einen nahezu lächerlichen Zinssatz vergeben. Das Geld wird im Anschluss in Staaten wie Australien oder Asien geschafft, dort fallen die Zinsen wesentlich höher aus. Falls das Geld von den Investoren wieder abgezogen wird, könnte die Blase plötzlich platzen. Momentan beobachten Experten bereits einen Rückfluss des Dollars, weil der Euro sinkt, steht der Dollar wieder hoch im Kurs. Bei der Spekulation setzen die Analysten und Investoren auf den Leitzins der US-Notenbank. Dieser liegt zwischen Null und 0,25 Prozent. Wegen dieser Politik sind die Verwerfungen innerhalb der Finanzmärkte groß, viele Banken versorgen sich beinahe kostenlos mit ausreichenden finanziellen Mitteln. Im Anschluss kann mit dem Geld spekuliert werden, außerdem werden die maroden Bilanzen so aufgebessert.

Die Carry-Trades und deren weitere Entwicklung

Carry-Trades sind generell sehr rentabel, umso mehr Investoren mitmachen, desto besser fallen die Gewinne aus. Wer Schulden in Dollar aufnimmt und das Geld woanders anlegt, tauchen die Kredite in einer Fremdwährung auf. Generell muss angemerkt werden, dass sich das Risiko auszahlt, langfristig werden mit dieser Strategie hohe Gewinne erzielt. Allerdings hält das Geschäft nur so lange an, bis die Carry-Währung unterbewertet wird. Im Anschluss werden nicht mehr genügend Investoren mitmachen oder die Notenbank wird die Niedrigzinspolitik aufgeben. Im Anschluss wird das Spiel nicht mehr zu Gunsten der Investoren ausfallen und diese in erhebliche finanzielle Engpässe stürzen.

Die Zukunftsaussichten und die Entwicklung des Dollars

Das Spiel mit dem Dollar ist für die Spekulanten wohl nur eine kurzfristige Geldanlage gewesen, allerdings ist ein Ende dieses Vorgehens abzusehen. Die aufgenommenen Kredite laufen allerdings immer noch. Wer die Zinssätze allerdings im Vertrag festgeschrieben hat, kann weiterhin mit guten Erträgen rechnen. Dies wurde in den meisten Fällen wohl nicht von der Bank genehmigt.

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Jan-27-2010

Spekulanten und der Euro

Spekulanten und der Euro

Momentan ist eine komplette Herde von Spekulanten unterwegs, diese wettet auf einen fallenden Euro. Die Wette bezieht sich auch auf einen Zerfall der Europäischen Gemeinschaft, durch die Spekulanten verschiebt sich die Zinshöhe der 16 Staaten immer mehr.

Spekulanten und deren Auswirkungen auf die verschiedenen europäischen Staaten

Spekulanten zwingen durch ihr Verhalten die Finanzmärkte in Griechenland, Portugal und Irland enorm hohe Zinsen zu erheben. Die Einsätze sind hoch, so könnte eventuell die europäische Währungsunion entwertet werden. Anleger dieses Vorgehens haben ebenfalls ein hohes Risiko zu verantworten, bei einem Gewinn der Wette könnte der Euro im Anschluss keinen allzu hohen Stellenwert mehr einnehmen. Die Folgen sind bereits in der Zinsentwicklung der Staatsanleihen zu beobachten. Die Papiere der Bundesrepublik liegen bei drei Prozent Zinsen, die Renditen in anderen Ländern schießen hingegen in die Höhe. In Griechenland muss mit einem Zinssatz von sechs Prozent gerechnet werden. Allerdings bringt dieser Prozess zahlreiche Nachteile mit sich, so werden Konjunkturprogramme der einzelnen Länder immer teurer.

Die Kreditwürdigkeit und Lösungsansätze für das Problem

Mittlerweile wurde die Kreditwürdigkeit von Portugal und Spanien durch die Bonitätsprüfer “Standard & Poors” heruntergestuft. Auch Griechenland und Irland wurden bereits zurückgestuft, hierdurch steigen die Zinsen der Kredite. Viele Personen sehen in diesen Vorfällen eine schlechte Einführung der europäischen Währungsunion. Die Lösung liegt nach Kritikern in einer Rückkehr zur nationalen Währung, allerdings ist diese Lösung für die einzelnen Staaten zu kostspielig. Zudem würden dann die Anleihen von Schuldner einem immensen Wertverfall unterliegen. Solange keine politischen Aktivitäten unternommen werden, werden die Spekulanten wohl weiterhin ihr Spiel treiben. Seit Dezember des Jahres 2009 hat der Euro im Vergleich zum Dollar um rund 20 Cent Wert eingebüßt.

Der Sieger des erbitterten Kampfes

Als Sieger der Krise ist wohl die stabile Geldanlage Gold hervorgekommen. Viele Sparer halten sich an Fonds, welche an echtem Gold beteiligt sind. Viele Anleger werden wohl auch probieren von den niedrigen Zinssätzen im Ausland zu profitieren. Momentan besitzt beispielsweise eine griechische Anleihe 5,8 Prozent, also 3,5 Prozentpunkte mehr als ein deutsches Staatspapier. Diese Wette ist allerdings mit einem hohen Risiko behaftet, die Rechnung geht nur dann auf, wenn ein Auseinanderfallen der Eurozone nicht stattfindet.

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Jan-24-2010

Forex: Was wollte Obama wirklich sagen?

Barrack Obama ist angetreten, um einen Wandel der amerikanischen Gesellschaft und damit der gesamten Welt einzuleiten. Mit seiner jetzt gehaltenen Rede zum Umgang mit den großen Handelshäusern der Wall Street scheint er seine Ankündigungen in die Tat umzusetzen. Erste Folge waren massive Einbrüche an den internationalen Devisenmärkten.

Die Rede Obamas beinhaltete die mögliche Begrenzung von Größe uns vor allem Handlungsspielraum der führenden US-Banken. Die Möglichkeit der hemmungslosen Versculdung soll begrenzt werden; Banken sollen sich darüber hinaus nicht mehr im Übermaß an privaten Investment-Gesellschaften beteiligen und somit gegen ihre eigene Kundschaft arbeiten. Genau diese verbreitete Gewohnheit hat zu einer Vielzahl von Konkursen geführt, wenn die Bank die Verbindlichkeiten eines Unternehmens übernimmt und diesem hernach einen Kredit verweigert, um von der Insolvenz zu profitieren.

Die Kurse der führenden US-Banken wie JP Morgan, Bank of America, Morgan Stanley oder Goldman Sachs brachen unmittelbar nach der Rede des Präsidenten ein. Erschüttert scheint vor allem das Vertrauen in die unbegrenzten Wachstumsmöglichkeiten der Firmen an der Wall Street, was wiederum den gesamten weltweiten Markt beeinflusst: Das Kapital sucht nach gewinnsicheren Anlagen, die momentan nicht mehr gegeben scheinen.

Die Hoffnung der großen Kreditkonzerne ist nun, dass Obama nicht in der Lage sein könnte, seine Forderungen umzusetzen: Bereits am vergangenen Dienstag verlor seine Partei einen wichtigen Sitz im Senat in einer Nachwahl. Es scheint, dass der große Teil der Bevölkerung dem anfangs so populären Präsidenten das Vertrauen entzieht. Wirtschaftliche Grundsatzentscheidungen sind indes an eine Vielzahl von Gesetzesänderungen gekoppelt, die ohne eine stabile Stimmenmehrheit nicht vorstellbar sind.

Auch der Dollar ist von Obamas Ansprache in Mitleidenschaft gezogen worden: Als internationale Leitwährung ist die US-Währung von überragender Bedeutung für den weltweiten Handel. Mit dem Dollar brechen auch die Preise für Rohstoffe oder Edelmetalle ein, so dass aus einer einzelnen Rede internationale Turbulenzen entstehen können.
Die Börsen gelten als ein Ort ohne staatliche Regulierungen, was sie für Besitzende so attraktiv macht. Dementsprechend heftig sind die Reaktionen an den Märkten, wenn eine Änderung des Systems droht. Es ist allerdings davon auszugehen, dass sich die Lage wieder stabilisieren wird: Für das weltweit strömende Kapital gibt es kaum eine Alternative zu den bestehenden Finanzmärkten und die Nachfrage nach bestimmten Waren oder Rohstoffen ist ungebremst. Obama mag das US-System reformieren können. Die Welt verändern kann er nicht.

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