Archiv für Januar, 2009

Jan-31-2009

Devisennews Woche 5

Wir schreiben Samstag, den 31. Januar 2009 und damit den letzten Tag des ersten Monats im neuen Jahr. Der Forexmarkt stand natürlich nicht still, sondern hat bei vielen Tradern für Überraschungen gesorgt.

Während EURUSD, USDCHF, USDJPY sich nicht besonders stark im Vergleich zur Eröffnung der Woche bewegt haben, hat sich das Pfund Sterling mehr als 800 Pips View definition in a new window nach oben bewegt, nachdem wir, wie letzte Woche beschrieben, ein 23-Jahr Tief erreicht haben. Ein Blick auf die Monatscharts zeigt, dass das Tief vom Juni 2001 durchbrochen wurde, letztendlich doch aber als Unterstützung fungierte, da das Pfund sofort zu steigen begann, nachdem es diese Marke durchbrochen hat.

Auch der Australische Dollar ist angesichts der schlechten wirtschaftlichen Aussichten und Zinssenkungen in Downunder gefallen und nun nur noch 370 von den Lows im Oktober 2008 entfernt. Experten wie Callum Henderson von Standard Chartered in Singapur sehen den Australischen Dollar allerdings gegen den Yen an Stärke gewinnen. Da der US Dollar gegen den Yen keine Zinsvorteile mehr bietet (siehe Carry Trade) ist eine Investition in den Australischen Dollar die bessere Alternative. Laut Standard Chartered werde der AUD erst auf 54 Yen fallen, bevor er sich wieder auf 57 Yen einpendeln werde und zum Jahresende bei 63 Yen notieren soll.

Durch den rapiden Anstieg des Pfund ist der Euro gegen die britische Währung (EURGBP) rapide gefallen. Der Markt öffnete am Montag bei 0.9434 und schloss Freitagnacht bei 0,8810, ein Pip über dem Tiefpunkt der Woche. Nachdem das Paar am 30. Dezember mit 0,9801 sein Allzeithoch und fast die Parität mit dem Euro erreicht hatte, könnte dies der Beginn eines neuen Abwärtstrends sein. Gold hat die 900er Marke, die jetzt als Unterstützung fungieren könnte, sicher durchbrochen und notiert auf 927 Dollar. Der DAX hat sich im Vergleich zum Schluss zur letzten Woche leicht erholt und ist 160 Punkte gestiegen. Das amerikanische Pendant, der Dow Jones ist im Vergleich leicht gefallen und notiert bei 8000,92 Punkten.

Der US Dollar ist diese Woche rund 150 Pips View definition in a new window gefallen und befindet sich schon südlich des Widerstandes um 1.3000. Der Abwärtstrend ist also noch intakt und es könnte schwer werden, die Marke zu durchbrechen.

Insgesamt war der erste Monat dieses Jahres sehr positiv für die amerikanische Währung und es bleibt abzuwarten, ob der Pfund die Stärke hat, den Trend umzukehren.

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Jan-31-2009

ForexWoche Nummer 5

Wie im Devisennews Artikel beschrieben, hat das Pfund Sterling diese Woche einen Sprung von 800 Pips View definition in a new window nach oben gemacht. Die auf dem angehängten Forex Chart aufgezeichneten roten Linien sind Unterstützungs- und Widerstandslinien. Die unterste rote Linie ist das Tief, das wir das letzte Mal im Juni 2001 erreicht haben. Analysieren wir aber mal genau, was bei diesem Preislevel passiert ist. Als der Markt sich auf dem Tageschart das erste Mal dieser Marke genähert hat und diese um einige Pips View definition in a new window durchbrochen hat, ist er sofort wieder gestiegen und hat sogar etwas höher geschlossen, als er geöffnet hat (erster roter Pfeil). Damit wurde die Unterstützung bestätigt und wir konnten zumindest schon mal annehmen, dass der Markt Schwierigkeiten hat, diesen Preis zu unterschreiten. Was ist in den nächsten Tagen passiert.


Zwei Tage später ist der Preis wieder unter die Linie gefallen, kam allerdings zurück und schloss in der Nähe des Preises, an dem der Tag geöffnet hat. Der nächste kleine Balken ist ein so genannter Sunday Bar, der je nach Forex Broker 2 oder 1 Stunde Informationen hat, je nachdem wann der Markt öffnet. Am Montag haben wir uns dann nach oben bewegt, davor aber wieder kurz die Linie durchbrochen. Hier ist interessant, dass der Markt das erste Mal signifikant höher geschlossen hat und der Widerstand jetzt drei Mal getestet wurde ohne durchbrochen zu werden.
Aber der Preis hat sich doch zeitweise unter der Linie bewegt? Das ist vollkommen richtig, allerdings hat er nie unter der Linie geschlossen, er hat die Unterstützung also jedes Mal respektiert. Hier kann man wieder sehr gut sehen, dass es sich bei Support und Resistance nicht um genaue Linien handelt, sondern um Zonen, die mal kleiner und mal größer sind. Ich will auch nicht sagen, dass der Abwärtstrend vorbei ist, aber das Wissen um die Unterstützung hätte hier schon 500 Pips View definition in a new window bringen können, zum Beispiel wenn man gekauft hätte, nachdem man den Balken mit dem zweiten roten Pfeil gesehen hat. Unterstützung und Widerstand funktionieren im Forex Markt und sollten von keinem Trader vernachlässigt werden.

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Jan-25-2009

Forex Kalenderwoche 4

Die Tatsache, dass das Pfund Sterling auf 1.3500 gefallen ist, beunruhigt viele Anleger. Im Zuge der Finanzkrise haben sich zwei Währungen besonders interessant entwickelt. Das Pfund und der Yen.
Das britische Pfund ist in wenig mehr als einem Jahr um mehr als 7500 Pips View definition in a new window gefallen. Der Yen hat enorm an Stärke gewonnen und steht nun bei 88.70 USDJPY. Ich werde diesen Blogeintrag benutzen, um das Paar GBPUSD zu analysieren.

Meine Charts reichen bis zum Jahr 1978 zurück und der niedrigste Punkt, den das Pfund jemals in dieser Zeit erreicht hat lag im Jahr 1985 bei 1.0463 USD. Auf dem Monatschart befinden wir uns auf einer Unterstützungslinie mit dem Tiefpunkt aus dem Jahr 2001 und ein paar Lows aus den 80er Jahren. Ein Blick auf den angehängten Chart zeigt, dass der Preis seit März 2008 ohne größere Korrekturen gefallen ist und dabei wichtige Unterstützungslinien durchbrochen hat. Vor dieser Woche hat sich der Markt auf dem Wochenchart zwischen 1,45 und 1.55 konsolidiert und auf den Tagescharts schon starke Divergenzen gezeigt (MACD, RSI), allerdings hat der Preis die Unterstützungslinie nach deren Durchbruch als Widerstand betrachtet, was man daran sehen kann, dass der Preis die zweite rote Linie von unten (ca. 1.57) kurz durchbrochen hat, nur um dann weiter zu fallen.

Im Moment deutet nichts darauf hin, dass sich der Pfund in nächster Zeit erholen wird. Außerdem könnten die Tiefs der letzten Wochen als zusätzlicher Widerstand fungieren. Die Tatsache, dass der Markt in so kurzer Zeit so stark gefallen ist, ist meiner Meinung nach kein gutes Argument. Genauso wie viele Analysten beim Euro schon bei 1,40 und 1,50 eine Spitze sahen und eine baldige Korrektur angekündigt haben, könnte ich mir gut vorstellen, dass der Abwärtstrend des Pfund weiterhin anhält, bis Anleger wieder in die britische Wirtschaft vertrauen und der Dollar schwächer wird.

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Jan-24-2009

DevisenReview Kalenderwoche 4

Diese Woche hat wieder einmal gezeigt, dass die Finanzkrise noch immer für neue Überraschungen am Forex Markt sorgen kann und dass wir immer noch keinen Grund erreicht haben.

Der Pfund ist diese Woche auf 1.3500 gefallen, ein Preis, den wir das letzte Mal vor 23 Jahren gesehen haben. Das Vereinigte Königreich wurde in den letzten Monaten permanent von schlechten Nachrichten heimgesucht und als diese Woche, am 20. Januar 2009 bekannt wurde, dass die das Bruttonationalprodukt mehr geschrumpft ist als angenommen, fiel das Pfund Sterling auf ein 23-Jahr-Tief. Der Leitzins der Bank of England liegt jetzt bei 1,5 Prozent, ein Level, das in England zuletzt 1694 existierte.

Mit dem Fall des Pfunds ist auch der GBPJPY auf ein Allzeittief gefallen. In dieser Woche ist der Pfund gegen den Yen um mehr als 1200 Pips View definition in a new window gefallen. Da diese Währung sowieso nicht mehr als Carry Trade benutzt wird, weil die Zinsdifferenz nun nur noch 1,5 Prozent beträgt, gibt es momentan bessere Investments als den Pfund zu kaufen. Hier ist wieder einmal deutlich geworden, welche Stärke ein Trend besitzt. In Zeiten wie diesen gilt der Yen als sicherer Hafen und solange die Risikoaversion am Forex Markt besteht, behält der Yen seine Stärke. Experten sind sich allerdings einig, dass die japanische Währung extrem überbewertet ist.

Auch der Dollar ist weiter gestiegen und hat den Euro um 380 Pips View definition in a new window nach unten gedrückt. Gegen den Yen ist allerdings auch der US Dollar gefallen.

Jean Claude Trichet gab diese Woche in einem CNBC Interview bekannt, dass niemand die Stärke des Euro in Frage stelle und kein Grund zur Sorge bestehe.

Der Freitag hat nochmal für eine besondere Überraschung gesorgt, indem Gold die Marke von 900 durchbrochen hat. Das ist insofern ungewöhnlich, als der Dollar parallel diese Woche an Stärke gewonnen hat. Normalerweise besteht eine negative Korrelation zwischen US Dollar und Yen.

Auch die Aktienmärkte sind neben dem Forex diese Woche unter Druck geraten. Der DAX schloss Freitag 230 Punkte niedriger als zu Wochenanfang und der Dow Jones ist knapp über 200 Punkte gefallen. Damit nähern wir uns weiter den Tiefs von Oktober und November, die eine wichtige psychologische Marke darstellen.

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Jan-18-2009

DevisenReview Kalenderwoche 3

Der Forex Markt wurde in der letzten Woche vor allem durch die Tatsache geprägt, dass die Europäische Zentralbank den Leitzins von 2,5 Prozent um 50 Basispunkte auf 2,0% gesenkt hat. In den USA liegt der Leitzins momentan zwischen 0 und 0,25 Prozent, was dem Paar EURUSD eine neue Konstellation verteilt. Viele Trader sprachen schon über den EURUSD als neuen Carry Trade, was angesichts der Zinssenkungen durch die EZB aber nicht mehr wirklich Sinn macht. 1,75 2 Prozent Zinsdifferenz sind meines Erachtens nicht genug, um von einem Carry Trade zu sprechen.

Die Senkung des Zinses war abzusehen und die Mehrheit der Analysten und Trader hat mit einem Cut von 50 Basispunkten gerechnet, sodass es zu keinen all zu großen Preisschwankungen gekommen ist.
Die kürzlichen Zinssenkungen der Zentralbank sind natürlich notwendig, um die Realwirtschaft anzukurbeln, Kredite günstiger und das Bankensystem liquider zu machen, allerdings wird Deutschland einer Rezession nicht mehr aus dem Wege gehen können.

Eine für Privatpersonen eher erfreuliche Nachricht ist, dass der Ölpreis einen neuen Tiefstand erreicht hat. Wir befinden uns zurzeit bei einem Preis von 35 Dollar pro Barrel, ein Preis, den man das letzte Mal im Juni 2004 gesehen hat. Die OPEC hat ihre Schätzung abgeben, dass die Nachfrage nach Öl um weitere 4,2 Prozent auf 29,5 Millionen Barrel pro Tag fallen wird. Der Abwärtstrend ist nach wie vor intakt, allerdings befinden wir uns auf dem Wochenchart an einer Widerstandszone aus den Jahren 2003 und 2004.

Der Euro setzte seinen Abwärtstrend bis Donnerstag fort, legte am Freitag allerdings wieder zu, gestützt durch Gewinne an den deutschen Aktienmärkten. Ein Ende des Abwärtstrends sehen aber nur wenige Analysten, natürlich auch im Anbetracht der Tatsache, dass die EZB noch weitere Zinssenkungen vornehmen könnte.

Der DAX fiel diese Woche mehr als 800 Punkte nach unten und wir befinden uns nun nur noch 350 Punkte vom Tiefstand im Oktober 2008 entfernt.

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Jan-18-2009

Forex Review Kalenderwoche 3

Auch diese Woche hat sich wieder einiges im Forex Markt getan. EUR und GBP haben ihren Abwärtstrend fortgesetzt, auch wenn sie Freitag an Stärke gewonnen haben und auch der Yen hat nur minimal an Stärke eingebüßt, obwohl die Bank of Japan interveniert hat, um den Yen zu schwächen.

Ich will eure Aufmerksamkeit heute auf ein Paar lenken, dass zu den unbekannteren in der Forex Welt zählt. DER USDMXN, also der US Dollar gegen den mexikanischen Peso. Wie man auf dem angehängten Chart sehen kann, ist der US Dollar im letzten halben Jahr immens gegen den mexikanischen Peso gestiegen. Momentan befinden wir uns in einer Mischung aus Aufwärts- und Seitwärtstrend. Die signifikanten Lows sind noch nicht durchbrochen worden, allerdings haben wir auch keine höheren Highs erreicht (Definition eines Trends: Higher Lows und Higher Highs).

Aber jetzt das Interessante. Die obere rote Linie stellt einen starken Widerstand dar. Wie man sehen kann ist der Preis im Oktober 2008 zweimal an diese Linie gestoßen. Beim ersten Mal ist er immens nach unten gefallen, beim zweiten Mal nicht ganz so stark, allerdings wussten wir hier, dass die Preisregion um 14,33 einen Widerstand darstellt. Beim dritten Mal ist genau das passiert, was viele Trader erwartet haben. Der Preis hat die Marke berührt und ist wieder nach unten gefallen. Und das um fast 700 Pips View definition in a new window. Hätte man bei der Marke von 14,33 verkauft und einen Stop Loss von 100 gesetzt, hätte man sein Risiko pro Trade versieben facht. Wie man sehen kann, hat der Preis allerdings kurz vor der unteren roten Linie gestoppt und ist wieder gestiegen. Man kann erkennen, dass die untere rote Linie eine Unterstützung darstellt. Sie ist zwar nicht so eindeutig wie die obere Widerstandslinie, allerdings berührt sie auch einige Highs und Lows von vorherigen Balken, was ihr Stärke verleiht.

Dazu kommt, dass wir uns im Aufwärtstrend befinden und der 21 EMA als zusätzlicher Widerstand wirkte. Die rote Trendlinie ist noch intakt und bildet zusammen mit der oben roten Widerstandslinie ein sogenanntes ascending triangle, ein steigendes Dreieck. Dies ist ein Muster, das oft vorkommt und auf einen baldigen Ausbruch hindeutet, weil der Preis nicht mehr viel Platz hat, da er von zwei Widerstandslinien eingeschlossen ist. Ob es  nach oben oder unten geht, wird sich noch zeigen.

Einen guten Start in die Woche und Happy Trading!

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